Kombinierte Nomenklatur der EU · KN-Code · HS 0708.20
0708 20 00: Bohnen (Vigna spp., Phaseolus spp.)
Bohnen, frisch oder gekühlt
Nicht allein anmeldbar: eine der 2 Unterteilungen verwenden Daten: Kombinierte Nomenklatur der EU, gültig ab 1. Januar 2026 · geprüft am 24. Oktober 2026
- 0708 Hülsenfrüchte, auch ausgelöst, frisch oder gekühlt:
- 0708 20 00 Bohnen (Vigna spp., Phaseolus spp.)
Was Sie zahlen
Einfuhr: EU
Zusatzzölle und Einfuhrbestimmungen
Abgaben zusätzlich zum Zoll und Vorschriften, die die Waren an der Grenze erfüllen müssen.
Zusatzzölle und Abgaben 5
- ZusatzzollZusatzzölle 50 % mit Unterlage Y-155 (Direkt oder indirekt aus der Russischen Föderation oder Belarus ausgeführte Erzeugnisse) · sonst Frei
- Gilt für Waren mit Ursprung in
- allen Ländern außer Belarus, Russland
- Rechtsakt
- Regulation 1227/25
- Unterlagen
- Y155 Direkt oder indirekt aus der Russischen Föderation oder Belarus ausgeführte Erzeugnisse
- ZusatzzollZusatzzölle 50 %
- Gilt für Waren mit Ursprung in
- Belarus, Russland
- Rechtsakt
- Regulation 1227/25
- Zoll auf Sendungen mit geringem WertWertzoll für Sendungen mit geringem Wert 3 EUR
- Gilt für Waren mit Ursprung in
- allen Ländern
- Gültigkeit
- bis 31. Oktober 2026
- Rechtsakt
- Regulation 0382/26
- Zoll auf Sendungen mit geringem WertWertzoll für Sendungen mit geringem Wert 3 EUR
- Gilt für Waren mit Ursprung in
- allen Ländern
- Gültigkeit
- ab 1. November 2026
- Rechtsakt
- Regulation 0382/26
- BearbeitungsgebührBearbeitungsgebühr der Union 2 EUR
- Gilt für Waren mit Ursprung in
- allen Ländern
- Gültigkeit
- ab 1. November 2026
- Rechtsakt
- Regulation 2108/26
- Unterlagen
- Y126 Goods sold in distance sales
Einfuhrvoraussetzungen 6
- Verbot oder BeschränkungEinfuhrverbot
- Gilt für Waren mit Ursprung in
- Nordkorea
- Rechtsakt
- Regulation 0285/18
- Einfuhrkontrolle
- Gilt für Waren mit Ursprung in
- Kenia
- Rechtsakt
- Regulation 1793/19
- Unterlagen
- C678 GGED-D (Gemeinsames Gesundheitseingangsdokument für Futter- und Lebensmittel nicht tierischen Ursprungs gemäß Anhang II Teil 2 Abschnitt D der Durchführungsverordnung (EU) 2019/1715 der Kommission (ABl. L 261))
- Y978 Befreiung gemäß Artikel 1 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2019/1793
- Y176 Waren mit Ursprung in Drittländern, die aus Norwegen stammen, gemäß den einschlägigen EU-Rechtsvorschriften
- EinfuhrkontrolleEinfuhrkontrolle ökologischer/biologischer Erzeugnisse
- Gilt für Waren mit Ursprung in
- allen Ländern außer Schweiz, Island, Liechtenstein, Norwegen
- Rechtsakt
- Regulation 2306/21
- Einfuhrkontrolle
- Gilt für Waren mit Ursprung in
- Ukraine
- Rechtsakt
- Regulation 0692/14
- Unterlagen
- Y997 Waren, die ihren Ursprung nicht auf der Krim oder in Sewastopol haben oder nicht für die Krim oder Sewastopol bestimmt sind (Artikel 2 und Artikel 2b Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 692/2014 des Rates)
- N864 Erklärung auf der Rechnung oder eine Ursprungserklärung eines Ausführers auf der Rechnung oder einem anderen Handelspapier
- N954 Warenverkehrsbescheinigung EUR.1
- Einfuhrkontrolle
- Gilt für Waren mit Ursprung in
- Ukraine
- Rechtsakt
- Regulation 0263/22
- Unterlagen
- Y984 Waren, die nicht aus den nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten der Ukraine in den Regionen Donezk, Kherson, Luhansk und Zaporizhzhia stammen oder nicht für diese bestimmt sind
- N954 Warenverkehrsbescheinigung EUR.1
- N864 Erklärung auf der Rechnung oder eine Ursprungserklärung eines Ausführers auf der Rechnung oder einem anderen Handelspapier
- Einfuhrkontrolle
- Nur für
- 0708 20 00 10 Yard long beans (Vigna unguiculata spp. sesquipedalis, vigna unguiculata spp. unguiculata)
- Gilt für Waren mit Ursprung in
- Indien, Sri Lanka
- Rechtsakt
- Regulation 1793/19
- Unterlagen
- C678 GGED-D (Gemeinsames Gesundheitseingangsdokument für Futter- und Lebensmittel nicht tierischen Ursprungs gemäß Anhang II Teil 2 Abschnitt D der Durchführungsverordnung (EU) 2019/1715 der Kommission (ABl. L 261))
- Y978 Befreiung gemäß Artikel 1 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2019/1793
- Y176 Waren mit Ursprung in Drittländern, die aus Norwegen stammen, gemäß den einschlägigen EU-Rechtsvorschriften
TARIC-Unterpositionen
Melden Sie den zehnstelligen TARIC-Code an, der zu den Waren passt: Die Maßnahmen können sich je nach Unterposition unterscheiden.
| 0708 20 00 10 | Spargelbohne (Vigna unguiculata spp. sesquipedalis, vigna unguiculata spp. unguiculata) |
| 0708 20 00 20 | Grüne Bohnen, Wachsbohnen und Brechbohnen |
| 0708 20 00 80 | andere |
Zollkontingente
| Laufende Nummer | Ursprung | Kontingentszollsatz | Zeitraum | Menge | Restmenge | Gültigkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 09.0929 | Switzerland | Frei | 1. Januar 2026 – 31. Dezember 2026 | 1.000.000 kg | 1.000.000 kg | Offen |
Restmengen laut wöchentlichem Kontingentsbericht der Kommission vom 30. Oktober 2026.
Einfuhrumsatzsteuer in den EU-Mitgliedstaaten
Der Satz, den jeder Mitgliedstaat auf Waren dieser Nummer anwendet, aus der Datenbank „Taxes in Europe“ der Kommission. Ein ermäßigter Satz kann nur einen Teil der Waren einer Nummer erfassen: maßgeblich ist das nationale Umsatzsteuerrecht.
-
Belgien 6 % ermäßigter Satz
-
Bulgarien 20 %
-
Dänemark 25 %
-
Deutschland 7 % ermäßigter Satz
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Estland 24 %
-
Finnland 13,5 % ermäßigter Satz
-
Frankreich 5,5 % ermäßigter Satz
-
Griechenland 13 % ermäßigter Satz
-
Irland 0 % ermäßigter Satz
-
Italien 4 % ermäßigter Satz
-
Kroatien 5 % ermäßigter Satz
-
Lettland 12 % ermäßigter Satz
-
Litauen 21 %
-
Luxemburg 3 % ermäßigter Satz
-
Malta 0 % ermäßigter Satz
-
Niederlande 9 % ermäßigter Satz
-
Österreich 4,9 % ermäßigter Satz
-
Polen 5 % ermäßigter Satz
-
Portugal 6 % ermäßigter Satz
-
Rumänien 11 % ermäßigter Satz
-
Schweden 6 % ermäßigter Satz
-
Slowakei 5 % / 19 % ermäßigter Satz
-
Slowenien 9,5 % ermäßigter Satz
-
Spanien 21 %
-
Tschechien 12 % ermäßigter Satz
-
Ungarn 27 %
-
Zypern 5 % ermäßigter Satz
TEDB · 4. November 2026
Präferenzzollsätze nach Ländern
| Abkommen oder Präferenzregelung | Länder | Satz |
|---|---|---|
| Drittlandszollsatz (kein Abkommen) | — | |
| GSP-EBA (Sonderregelung für die am wenigsten entwickelten Länder - Alles außer Waffen) | Afghanistan, Angola, Äthiopien, Bangladesch und 42 weitereAfghanistan, Angola, Äthiopien, Bangladesch, Benin, Bhutan, Burkina Faso, Burundi, Dschibuti, Eritrea, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Haiti, Jemen, Kambodscha, Kiribati, Komoren, Kongo-Kinshasa, Laos, Lesotho, Liberia, Madagaskar, Malawi, Mali, Mauretanien, Mosambik, Myanmar, Nepal, Niger, Ruanda, Salomonen, Sambia, São Tomé und Príncipe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Südsudan, Tansania, Timor-Leste, Togo, Tschad, Tuvalu, Uganda, Zentralafrikanische Republik | Frei |
| CARIFORUM | Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize und 10 weitereAntigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Dominica, Dominikanische Republik, Grenada, Guyana, Jamaika, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Suriname, Trinidad und Tobago | Frei |
| ÜLG (Überseeische Länder und Gebiete) | Antarktis, Aruba, Curaçao, Französisch-Polynesien und 8 weitereAntarktis, Aruba, Curaçao, Französisch-Polynesien, Französische Süd- und Antarktisgebiete, Grönland, Karibische Niederlande, Neukaledonien, Sint Maarten, St. Barthélemy, St. Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna | Frei |
| GSP+ (eine Sonderregelung für nachhaltige Entwicklung und verantwortungsvolle Staatsführung) | Bolivien, Cabo Verde, Kirgisistan, Mongolei und 4 weitereBolivien, Cabo Verde, Kirgisistan, Mongolei, Pakistan, Philippinen, Sri Lanka, Usbekistan | Frei |
| Zentralamerika | Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama | Frei |
| SADC EPA | Botsuana, Eswatini, Namibia | Frei |
| Staaten des östlichen und südlichen Afrikas | Mauritius, Seychellen, Simbabwe | Frei |
| Abkommen EU–Andorra | Andorra | Frei |
| Abkommen EU–Albanien | Albanien | Frei |
| Abkommen EU–Bosnien und Herzegowina | Bosnien und Herzegowina | Frei |
| Abkommen EU–Kanada | Kanada | Frei |
| Abkommen EU–SchweizKontingent | Schweiz | Frei |
| Abkommen EU–Côte d’Ivoire | Côte d’Ivoire | Frei |
| Abkommen EU–Chile | Chile | Frei |
| Abkommen EU–Kamerun | Kamerun | Frei |
| Abkommen EU–Kolumbien | Kolumbien | Frei |
| Abkommen EU–Ecuador | Ecuador | Frei |
| Abkommen EU–Ägypten | Ägypten | Frei |
| Präferenzursprung gemäß dem Abkommen in Form eines Briefwechsels zwischen der Europäischen Union einerseits und dem Königreich Marokko andererseits zur Änderung der Protokolle Nr. 1 und Nr. 4 des Europa-Mittelmeer-Abkommens zur Gründung einer Assoziation zwischen den Europäischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und dem Königreich Marokko andererseits. | Westsahara | Frei |
| Abkommen EU–Fidschi | Fidschi | Frei |
| Abkommen EU–Vereinigtes Königreich | Vereinigtes Königreich | Frei |
| Abkommen EU–Georgien | Georgien | Frei |
| Abkommen EU–Ghana | Ghana | Frei |
| Abkommen EU–Israel | Israel | Frei |
| Abkommen EU–Island | Island | Frei |
| Abkommen EU–Jordanien | Jordanien | Frei |
| Abkommen EU–Japan | Japan | Frei |
| Abkommen EU–Kenia | Kenia | Frei |
| Abkommen EU–Südkorea | Südkorea | Frei |
| Abkommen EU–Libanon | Libanon | Frei |
| Abkommen EU–Marokko | Marokko | Frei |
| Abkommen EU–Republik Moldau | Republik Moldau | Frei |
| Abkommen EU–Montenegro | Montenegro | Frei |
| Abkommen EU–Nordmazedonien | Nordmazedonien | Frei |
| Abkommen EU–Mexiko | Mexiko | Frei |
| Abkommen EU–Neuseeland | Neuseeland | Frei |
| Abkommen EU–Peru | Peru | Frei |
| Abkommen EU–Papua-Neuguinea | Papua-Neuguinea | Frei |
| Abkommen EU–Palästinensische Autonomiegebiete | Palästinensische Autonomiegebiete | Frei |
| Abkommen EU–Serbien | Serbien | Frei |
| Abkommen EU–Singapur | Singapur | Frei |
| Zollunion EU–San Marino | San Marino | Frei |
| Abkommen EU–Ukraine | Ukraine | Frei |
| Abkommen EU–Vereinigte Staaten | Vereinigte Staaten | Frei |
| Abkommen EU–Vietnam | Vietnam | Frei |
| Abkommen EU–Samoa | Samoa | Frei |
| Abkommen EU–Kosovo | Kosovo | Frei |
| Abkommen EU–Südafrika | Südafrika | Frei |
| APS - Allgemeine Regelung | Cookinseln, Indien, Indonesien, Kongo-Brazzaville und 6 weitereCookinseln, Indien, Indonesien, Kongo-Brazzaville, Mikronesien, Nigeria, Niue, Syrien, Tadschikistan, Vanuatu | 6,9 % |
| Mercosur | Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay | 9,1 % |
Fußnoten
Vom 1. Januar bis 30. Juni: 10,4 MIN 1,6 €/100 kg/net.
Vom 1. Juli bis 30. September: 13,6 MIN 1,6 €/100 kg/net.
Vom 1. Oktober bis 31. Dezember: 10,4 MIN 1,6 €/100 kg/net.
EU: Einfuhren nach Monaten · HS 0708.20
Wichtigste Lieferländer, letzte 12 Monate
| Land | Wert | Anteil | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 217,7 Mio. € | 66,6 % | -11 % | |
| 43,9 Mio. € | 13,4 % | +2,6 % | |
| 29,5 Mio. € | 9 % | +22,5 % | |
| 26,5 Mio. € | 8,1 % | +58,7 % | |
| 2,6 Mio. € | 0,8 % | +1,6 % | |
| 1,3 Mio. € | 0,4 % | +13,9 % | |
| 1,1 Mio. € | 0,3 % | +1.799,7 % | |
| 1 Mio. € | 0,3 % | -36,1 % |
Dieselbe Unterposition in anderen Zolltarifen
0708.20 Bohnen (Vigna spp., Phaseolus spp.)
Anmerkungen
Erläuterungen zur KN
Die Erläuterungen der Europäischen Kommission dazu, wie Waren in diese KN-Codes einzureihen sind. Sie sind nicht rechtsverbindlich, werden aber von den Zollbehörden angewandt; sie ergänzen die Erläuterungen zum HS der Weltzollorganisation.
Allgemeine Erläuterungen zum Kapitel
GEMÜSE, PFLANZEN, WURZELN UND KNOLLEN, DIE ZU ERNÄHRUNGSZWECKEN VERWENDET WERDEN
Allgemeines
1. Blanchieren ist unter diesem Kapitel nicht erlaubt, ausgenommen bei:
- gefrorenem Gemüse (auch in Wasser oder Dampf gekocht) der Position 0710.
- getrockneten ausgelösten Hülsenfrüchten, auch geschält oder zerkleinert, der Position 0713.
2. Sprossen (Gemüsesprossen und andere Sprossen) sind zu Ernährungszwecken verwendete gekeimte Samen, die roh oder gegart verzehrt werden. Zum Keimen werden die Samen befeuchtet (dies erhöht den Wassergehalt der Samen und beendet die Keimruhe) bis eine neue Pflanze zu wachsen beginnt und sich Blätter entwickeln.
Im Allgemeinen können Sprossen zum menschlichen Verzehr in drei Formen aufgemacht sein:
a) Als keimende Pflanze mit Keimblättern (Kotyledonen, erste Blätter des pflanzlichen Embryos), Samenresten und Wurzeln.
b) Als Pflanze, bestehend aus dem keimenden Getreidekorn, z. B. gekeimte Gerste, sogenanntes Grünmalz (siehe auch die Erläuterungen zu den Unterpositionen 1107 10 11 bis 1107 10 99), die entweder in rohem Zustand in Salaten oder nach weiterer Be- oder Verarbeitung für die Herstellung von vor allem Bier oder Whisky verwendet werden kann.
c) Als „Babypflanze“, die nur aus Keimblättern ohne Samenreste und Wurzeln besteht und keine „erwachsenen Blätter“ aufweist (Hauptblätter, die nach der embryonalen Phase entstehen). Diese Art von Sprossen ist gewöhnlich in kleinen Schachteln mit einem Nährmedium aufgemacht.
Bei der Einreihung von Sprossen sind die folgenden Grundsätze anzuwenden:
- Sprossen von in Kapitel 7 genanntem Gemüse sind als frisches Gemüse in Kapitel 7 in die entsprechenden Positionen einzureihen, da frisches Gemüse zu diesem Kapitel gehört, unabhängig davon, ob es zur Ernährung oder für Saat- und Pflanzzwecke verwendet wird, mit Ausnahme von Gemüsepflanzen zum Pikieren oder Umpflanzen der Position 0602 (siehe die Erläuterungen zu Kapitel 7 des HS, Abschnitt „Allgemeines“ zehnter Absatz).
- Bohnen zur Sprossenerzeugung werden in die Position 0713 als getrocknete Hülsenfrüchte eingereiht (siehe die Erläuterungen zu Unterposition 0713 31 des HS). Aus diesen Bohnen gewonnene Bohnensprossen und Sprossen aus anderen getrockneten Hülsenfrüchten werden jedoch als frische Hülsenfrüchte in die Position 0708 eingereiht.
- Obwohl bei einigen Pflanzen in Samenform eine Einreihung in andere Kapitel der Kombinierten Nomenklatur, wie z. B. Kapitel 9 und 12, möglich ist, werden sie in gekeimtem Zustand als Gemüse genießbar und sollten demgemäß in Kapitel 7 eingereiht werden, da sie die objektiven Merkmale der Kapitel 9 und 12 verloren haben. Siehe die Erläuterungen zu Position 0709 des HS, erster Absatz Ziffer 14 zu Bambusschösslingen und Sojabohnensprossen.
- Sprossen aus Getreidekörnern des Kapitels 10 (Position 1001, 1002, 1003, 1004, 1006 oder 1008), z. B. gekeimte Gerste, ist in die Unterposition 1107 10 einzureihen (gekeimte Gerste kann nicht in Kapitel 10 eingereiht werden, siehe die Erläuterungen zu Position 1003 des HS, Ausnahme a)), welche die Position mit der genaueren Warenbezeichnung für gekeimtes Getreide ist, da sie nicht auf getrocknetes gekeimtes Getreide (Malz) beschränkt ist. „Grünmalz“ wird in die Unterpositionen 1107 10 11 bis 1107 10 99 eingereiht (siehe die Erläuterungen zu den Unterpositionen 1107 10 11 bis 1107 10 99, erster Absatz) und wird als Getreide charakterisiert, das zu keimen begonnen hat, aber noch nicht getrocknet ist.
- Aus der Sorte Zea mays var.saccharata (Zuckermais) erzeugte Sprossen sind gemäß Anmerkung 2 zu Kapitel 7 und Anmerkung 2 zu Kapitel 10 in Kapitel 7 in die Position 0709 einzureihen (Unterposition 0709 99 60).
Nicht erschöpfendes Verzeichnis der Sprossen und ihrer KN-Codes:
| KN-Code | Warenbezeichnung (lateinischer Name) |
| 0703 10 19 | Zwiebelsprossen (Allium cepa) |
| 0703 20 00 | Knoblauchsprossen (Allium sativum) |
| 0703 90 00 | Porreesprossen (Allium porrum) |
| 0704 90 90 | Brokkolisprossen (Brassica oleracea var. italica) |
| 0706 90 90 | Rote-Beete-Sprossen (Beta vulgaris ssp. vulgaris) |
| 0706 90 90 | Radieschensprossen (Raphanus sativus) |
| 0708 10 00 | Erbsensprossen (Pisum sativum) |
| 0708 20 00 | Adzukibohnensprossen (Phaseolus angularis) |
| 0708 20 00 | Mungobohnensprossen (Vigna radiata) |
| 0708 20 00 | Reisbohnensprossen (Phaseolus pubescens) |
| 0708 90 00 | Kichererbsensprossen (Cicer arietinum) |
| 0708 90 00 | Spargelerbsensprossen (Lotus maritimus) |
| 0708 90 00 | Linsensprossen (Lens culinaris) |
| 0708 90 00 | Straucherbsensprossen (Cajanus cajan) |
| 0709 99 10 | Raukensprossen (Eruca vesicaria ssp. sativa) |
| 0709 99 50 | Fenchelsprossen (Foeniculum vulgare var. azoricum) |
| 0709 99 60 | Zuckermaissprossen (Zea mays var. saccharata) |
| 0709 99 90 | Alfalfasprossen (Medicago sativa) |
| 0709 99 90 | Basilikumsprossen (Ocimum spp.) |
| 0709 99 90 | Senfsprossen – schwarzer Senf (Brassica nigra, Syn.: Sinapis nigra L., Sisymbrium nigrum (L.) Prantl.) |
| 0709 99 90 | Duftnesselsprossen (Agastache foeniculum) |
| 0709 99 90 | Borretschsprossen (Borago officinalis) |
| 0709 99 90 | Sprossen des Chinesischen Gemüsebaums (Toona sinensis) |
| 0709 99 90 | Quellersprossen (Salicornia europaea) |
| 0709 99 90 | Koriandersprossen (Coriandrum sativum) |
| 0709 99 90 | Kressesprossen (Lepidium sativum) |
| 0709 99 90 | Bockshornkleesprossen (Trigonella foenum-graecum) |
| 0709 99 90 | Grüne oder rote Shisosprossen (Perilla frutescens) |
| 0709 99 90 | Sonnenblumensprossen (Helianthus annuus) |
| 0709 99 90 | Senfsprossen – weißer Senf (Sinapis alba) |
| 1107 10 19 | Weizengrünmalz (Triticum aestivum) |
| 1107 10 99 | Gerstengrünmalz (Hordeum vulgare) |
| 1107 10 99 | Hirsegrünmalz (Panicum miliaceum) |
| 1107 10 99 | Hafergrünmalz (Avena sativa) |
| 1107 10 99 | Reisgrünmalz (Oryza sativa) |
| 1107 10 99 | Roggengrünmalz (Secale cereale) |
Erläuterungen zur Kombinierten Nomenklatur der Europäischen Union, Amtsblatt C (konsolidierte Fassung und spätere Änderungen) · © European Union
Diese Unterposition in früheren Jahren
Die Kombinierte Nomenklatur jedes Jahres, wie im Amtsblatt veröffentlicht: Warenbezeichnung, Drittlandszollsatz und besondere Maßeinheit.
| Jahr | Warenbezeichnung | Drittlandszollsatz | Besondere Maßeinheit |
|---|---|---|---|
| 2026 | Bohnen (Vigna spp., Phaseolus spp.) | — | — |
| 2025 | unverändert | — | — |
| 2024 | unverändert | — | — |
| 2023 | unverändert | — | — |
| 2022 | unverändert | — | — |
| 2021 | unverändert | — | — |
| 2020 | unverändert | — | — |
| 2019 | Bohnen (Vigna spp., Phaseolus spp.) | — | — |
KN-Code 0708 20 00 ist in der Kombinierten Nomenklatur die einzige Tarifposition unter der HS-Unterposition 0708.20 („Bohnen (Vigna spp., Phaseolus spp.)“).
Auf dieser Tarifposition selbst ist kein Zollsatz angegeben.
Die EU erhebt auf Waren mit Ursprung in Belarus und Russland zusätzlich zum Zoll einen Zusatzzoll von 50 %.
In den zwölf Monaten bis August 2026 führte die EU Waren der HS-Unterposition 0708.20 im Wert von 327,1 Mio. € ein (−3 % gegenüber den zwölf Monaten davor), im Durchschnitt zu 2,45 € je kg; wichtigstes Lieferland war Marokko mit einem Anteil von 67 %, gefolgt von Kenia.
Zum Vergleich für dieselbe Unterposition: Türkei 19,5 %, USA zollfrei, UK 10 %, Kanada zollfrei, Mexiko 10 %, Brasilien 9 %, Argentinien 9 %, Peru 6 %, Neuseeland zollfrei, Japan 3 %, Taiwan 20 %, GCC zollfrei, Nordmazedonien 45 % und Nigeria 20 %.
Die EU-Mitgliedstaaten importierten 2024 Waren der Unterposition 0708.20 im Wert von 574 Mio. $; der größte Anteil der Einfuhren von außerhalb der EU kam aus Marokko.
Fragen und Antworten
Gelten für 0708 20 00 Antidumping- oder andere Zusatzzölle?
Die EU erhebt auf Waren mit Ursprung in Belarus und Russland zusätzlich zum Zoll einen Zusatzzoll von 50 %. Für einzelne Hersteller, die in der Maßnahme namentlich genannt sind, können abweichende Sätze gelten.
Woher beziehen die EU-Mitgliedstaaten diese Waren?
Für die Unterposition 0708.20 insgesamt kam 2024 der größte Anteil der Einfuhren von außerhalb der EU aus Marokko (291 Mio. $), gefolgt von Senegal.